Thomas Zechner und Alois Kruth

Smarte Tools und persönlicher Kontakt sollen Kooperation weiter stärken

Das starke Wachstum von MARKANT Österreich zeigt, welcher Erfolg durch die Zusammenarbeit von Handels- und Industriepartnern möglich ist. Ihren Weg zum Full-Service-Anbieter im Zahlungs- und Datenverkehr will die Ländergesellschaft konsequent weiterverfolgen. Künftig sollen etwa alle Produktdaten über eine Schnittstelle ausgeliefert werden.

Mit einem Wachstum von vier Prozent im Vergleich zum Vorjahr hat MARKANT Österreich 2018 einen Verrechnungsumsatz von insgesamt 2,2 Milliarden Euro erzielt. «Auch 2019 befinden wir uns mit einem Umsatzplus von fünf Prozent weiter auf Erfolgskurs», berichtet Geschäftsführer Thomas Zechner. Die Ländergesellschaft könne auf die Entwicklung der letzten zehn Jahre sehr stolz sein: Seit 2010 ist der Regulierungsumsatz um insgesamt 78 Prozent gewachsen.

Aktuell verbindet die Kooperation in Österreich 41 Handelspartner mit rund 2100 Herstellern. Der Anteil der Industriepartner ist laut Zechner in den vergangenen zwölf Monaten «noch einmal deutlich um 16 Prozent gestiegen». Auf Seiten des Handels konnte die MTH Retail Group mit ihren österreichischen Vertriebsmarken Libro, Pagro und Pagro Direkt als neuer Partner gewonnen werden.

Bilddatenbank deutlich ausbauen

Das Leistungsportfolio der MARKANT Österreich wurde 2019 weiter verbessert und ausgebaut.

Der Zentrale Artikelstamm (ZAS) für Österreich liegt aktuell bei mehr als 400 000 Artikeln von rund 1900 Industriepartnern. Hier gab es vor allem deutliche Steigerungen bei den Logistik-Stammdaten. Für etwa 55 Prozent dieser Artikel stellt die MARKANT mediaBase qualitativ hochwertige Bilddateien zur Verfügung. Laut Zechner sind dies aber immer noch zu wenig: «Hier müssen wir noch deutlich besser werden. Jeder Händler braucht heute qualitativ hochwertige Bilder, sei es für seinen Online-Shop oder für Werbemittel.»

Zum Muss wird auch der elektronische Datenaustausch. Rund 97 Prozent der Rechnungen werden bereits elektronisch gestellt. Bei Bestellungen und Lieferscheinen gebe es dagegen noch viel Potenzial, so Zechner. Im Projekt der bilateralen Artikelpässe arbeite man heute schon mit 100 Lieferanten zusammen.

Für bessere Marktforschung wird zudem das Tool MAPIS ab 2020 um eine Analyse von Regalpreisen erweitert. Als «nächste Evolutionsstufe» soll aus der ursprünglichen Information über Aktionspreise ein ganzheitliches Preisinformationssystem entstehen.

Künftig alle Daten in einem Paket

Künftig will MARKANT Österreich erreichen, dass alle Produktdaten über eine Schnittstelle als Datenpaket an die Partner ausgeliefert werden können. Zusätzlich soll möglichst zu jedem Artikel mindestens ein Bild zur Verfügung stehen. Workshops und Schulungen, vorwiegend in den Bereichen EZR/EDI/Rechnungswesen sowie MAPIS/ZAS/mediaBase, sollen den Umgang mit diesen Tools für die Industrie- und Handelspartner erleichtern.

Erfolg lebt vom Dialog

Auch international liegt die MARKANT Gruppe auf Erfolgskurs. «Über alle Länder betrachtet ist der Verrechnungsumsatz in den vergangenen zwölf Monaten um fünf Prozent gewachsen und wird dieses Jahr rund 54 Milliarden Euro erreichen», sagt Alois Kruth, Geschäftsführer der MARKANT AG. Ein Schwerpunkt für die Zukunft sei der Ausbau und Verbesserung des Dienstleistungsangebots durch Künstliche Intelligenz. Zum anderen rücke man jedoch den Kooperationsgedanken verstärkt in den Vordergrund. «Menschen müssen zusammenkommen und miteinander reden», so Kruth. «Unser Kooperationsmodell lebt vom Dialog.» Das Handelsforum in Karlsruhe ist daher nun auch für Partner aus Österreich und der Schweiz geöffnet. Zudem wurde es um eine Start-Up-Arena (voila-startups.com) ergänzt.

Künftig wolle die Gruppe «noch schneller, schlanker, besser werden», sagt Kruth. Neben der permanenten Akquise neuer Partner wolle sich die Gruppe auch ein Stück weit neu erfinden. «Wir haben uns ein neues Motto gegeben: Mach es MARKANT! Nächstes Jahr an dieser Stelle werden wir darüber viel zu berichten haben.»

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